»Exil: Tausch dich aus, deinen Kopf, dein Herz, verdreh die Zunge, preis dein Glück.«

– Aus Schwitters
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Roman,
Penguin Verlag

Erschienen am 24.08.2020
Hardcover mit Schutzumschlag, 480 Seiten,
Mit farbigem Poster im Umschlag

ISBN: 978-3-328-60126-5
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Schwitters

Ein tiefgründiger, dabei humorvoller Roman über die Kraft der Kunst in dunklen Zeiten.

Wie fängt man eine Zukunft an, die eigentlich schon aufgehört hat? Mit einem Streifen Meer zwischen sich und seiner Heimat, seiner Sprache, sich selbst? Kurt Schwitters ist 49, als ihn die Nationalsozialisten zur Flucht aus Hannover zwingen. Sein Erfolg, Werk, Besitz, die Eltern und seine Frau Helma bleiben zurück. Die Kunst weicht der Kunst des Überlebens. In Norwegen, London und endlich dem Lake District beginnt Schwitters‘ zweites Leben in fremder Sprache. Wantee, die neue Frau an seiner Seite, hält ihn auf Kurs und seinen Kopf über Wasser, selbst als der Wortkünstler verstummt. Im Merzbau hat Schwitters einen anderen Weg gefunden, um Himmel und Heiterkeit, das Funkeln der Wiesen und die Durchsichtigkeit der Luft einzufangen. Mit irrwitziger Disziplin, bis zur Erschöpfung. Wer ihn dabei beobachtet, begreift: Kunst bildet die Welt nicht nach. Sie übersetzt sie in Formen, die uns berühren.

In ihrem Roman folgt Ulrike Draesner dem Schriftsteller und bildenden Künstler Kurt Schwitters ins Exil. Es sprechen Kurt, seine Frau, sein Sohn, seine Geliebte. In einer virtuosen Mischung aus Fakten und Fiktion entsteht das Panorama einer Zeit, in der angesichts einer brennenden Welt neu um Freiheit und Kultur gerungen wird. Ein tiefgründiger, dabei humorvoller Roman über die Kraft der Kunst, darüber, wie sie entsteht und was sie vermag.

PRESSESTIMMEN

„Mit ›Schwitters‹ gelingt es Ulrike Draesner, die Welt zum Leuchten zu bringen – so sehr, wie es niemand sonst in der deutschen Gegenwartsliteratur vermag.“

Karl Birkenseer / Passauer Neue Presse (24. August 2020)

 

„Ich hatte beim Lesen ständg das Gefühl, Kurt Schwitters aus dem Nebenraum fröhlich pfeifen zu hören.“

Thomas Böhm / radioeins, Die Literaturagenten (27.08.2019)

 

„Macht Spaß, diesen Kurt hier zu begleiten – und zu erfahren, dass Kunst und Leben doch ganz viel miteinander zu tun haben.“

Henning Queren / Neue Presse Hannover (20. August 2020)

 

„Ulrike Draesner ist eine theoretisch versierte, äußerst selbstreflektierte Autorin, für die Gegenstand und Form korrespondieren müssen.“

Richard Kämmerlings / DIE WELT, Literarische Welt (22. August 2020)

 

„Zweifellos ein Hybrid, eine literarische Kreuzung zwischen Biographie & Liebesgeschichte – & jedenfalls »kein Künstlerroman« (wie sie selbst bemerkt)…. Ein herrlicher literarischer Leckerbissen ist das Ironie sprühende Nachwort der Autorin, very british indeed!“

Wolfram Schütte / glanzundelend.de (24. August 2020)

 

»Ihr ›Schwitters‹ ist klug, ihr Roman ein pointiertes Zeitporträt, ihr Buch fesselnd. … Eine schöne Annäherung an einen in seiner Heimat Verfemten, ja Vergessenen.“ «

Bernd Schuchter / buchkultur (A), Ausg. 191 (20. August 2020)

 

„Ulrike Draesners SCHWITTERS-Roman ist Zeit-aufgreifend, eröffnend, eruptiv. Die Autorin tut etwas, das – wenn man es, wie in ihrem Fall, meisterlich beherrscht – großes Lesevergnügen bereitet: sie mischt die Genres Belletristik und Biografie. Draesners Sprache ist von seltener Güte: dicht, genau, von reichen Gedanken, die eine reiche Sprache evozieren.

Kerstin Hensel / Einführung zur Buchpremiere in der AdK Berlin (27. August 2020)

 

„Es ist ein Roman voller Leben, Drama – der Versuch, dem Leben eine Form abzugewinnen durch Kunst, dem Leben eine Form einzuschreiben, die vorher nicht da war. Da gibt es keine moralische Bewertung der Figuren, alle werden verteidigt. (…) Wenn das keine Literatur ist, die was von Freiheit weiß, die was riskiert und gleichzeitig so viel kann!“

Carsten Tesch / MDR Kultur „Unter Büchern“ (02. September 2020)

 

„Ulrike Draesner hat einen eindringlichen und fabelhaften Migrationsroman geschrieben. Sie erzählt von einem deutschen Leben und einem englischen Leben, die sich im Exil verkreuzen. So ist eine faszinierende epische Collage über Weggehen ohne Ankommen, über Fremdheit ohne Zuhause entstanden.“

Michael Braun / Kölner Stadtanzeiger Magazin (04. September 2020)
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