Tagebuch 20007. Juli 2000Las Kleist, Das Erdbeben von Chili, zum einen, weil es dazu einen Sammelband mit
verschiedenen Theorieansätzen gibt und mir das bei der Vorbereitung für
das Lehrerseminar in Achatswies hilft, zum anderen weil Kleist großartig
schreibt. Kraftvoll, zupackend, konzis. Voller action, wenn man so möchte,
aber immer mehrgründig. Das Erdbeben scheint um alles Mögliche zu gehen,
Sex, Religion, Gnade, Schicksal, Paradies (unter den Granatäpfelbäumen),
Staatstheorien, Verbrechen, Masse und Mob. Ich denke aber, dass die heimliche
Hauptfigur das Kind der beiden Js ist und das Ganze eine Zeugungsphantasie für
einen Mann: wie er zu einem Kind kommt ohne Frau, und zugleich, infamer Kleist,
durch eine gescheiterte Heldentat. Das natürlich gezeugte Kind wird verloren,
das "fremde" gewonnen. Überzeugend, wie wenig Platz Kleist dafür
braucht, wie Wiederholungen zueinanderstehen, zum Beispiel im letzten Abschnitt
des Textes, wie Kommata, ein 'wohl' oder 'wenn/falls' eingesetzt
werden. Prosa besteht aus dem Kneten der Syntax, ihren Tempi und Folgen. Als bräuchten
die Figuren den Platz im Satz, um selbst plastisch zu werden. Andersherum gesagt:
was bedeuten Stakkatosätze, was bedeutet modern speak, etwa à la Streeruwitz.
Anders gesagt: wie sieht die Schwingungsweite des Deutschen aus und wie verändert
sie sich?
8. Juli 2000Denke nach über Mitgift: es gibt viel "Material", die Figuren
sind da. Aber wie baue ich den Text auf? Er hatte ein Thema, den Konflikt zwischen
den beiden Schwestern, aber bei meinem langen Schreibwegen, bei meinem Anfangsschreiben
bewußt ohne Konzept im Vertrauen und Abenteuer darauf, was kommt, hat
sich der Text seit seinem Beginn vor mehr als drei Jahren so gedreht. Und das
Thema, das sich herausgewühlt hat? Suche es, muß noch einmal anfangen.
Brauche dazu aber den Magneten, oder den Südpol dieses Textes, um alle
Teilchen darauf ausrichten zu können. Einen Südpol ja, und heiß
stelle ich ihn mir außerdem vor - es ist immer zu heiß für
die Figuren von Mitgift. Love parade, langweilig, das Wetter trüb, unterm
Brandenburger Tor wuselten die Federboa-Nackten, diese Jahr die Boas um die
Füße hoch zu den Knien, am besten knallgrün, ansonsten BVG-Uniformen.
Orange und zerschnitten, orange und unzerschnitten, wie sagte Wolfgang Pauser
bereits vor Jahren: die love parade ist Fernsehen, nur umgekehrt, du gehst raus
und dann ziehen die Wägen an dir vorbei, und das schöne ist, dass
es Fernsehen ist. Je nackter die Leute, umso angezogener sehen sie aus, das
ist natürlich Kalkül, die Tattoos gehören exakt dazu. Abends
dann mit dem Fahrrad durch die windige Stadt zurückgefahren, durch die
kühle, die graue, die zuckende, die bunte, die lautleise Stadt, über
den knirschenden Müll
9. Juli 2000Nur ein paar Stunden geschlafen, Schreibanspannung, nachmittags plötzlich
Sonne, diffuses Essen, verwickelt umwickelt sein mit Gedanken im/aus dem Text,
kürzen, beschleunigen, die Klugheit der Figuren erkennen, ihren Pepp, ihre
Bewegung, Pläne, Wünsche, Durchkreuzungen - und wie sich das aufbaut,
um jeden von ihnen herum; wie es zusammenkommt, sie sich kreuzen, steigern,
verhindern.
10. Juli 2000Mit dem ICE morgens nach München, Horst Konietzny, der das SMS-Projekt
entworfen hat, holte mich am Zug ab. Wir liefen in der Bahnhofsgegend herum,
es regnete, landeten schließlich in einem Café. Sprachen über
die Umsetzung von Sprache, auch Literatur, in den öffentlichen Raum, über
ungewöhnliche Formen der Inszenierung, natürlich auch über die
Erfahrung, jeden Tag über zwei Wochen hinweg eine bestimmte Stunde lang
SMS von unbekannten Leuten zu bekommen und beantworten zu müssen. Hatte
Horst sich da selbst auch manchmal eingeschmuggelt? - na klar: interessant sind
immer die Nebenmöglichkeiten, die verdeckten Identitäten - und die
"neuen Techniken" scheinen alle auf die gleichen Ideen zu bringen
in dieser Hinsicht. Denke über einen Essay nach zur mail als Mischform
zwischen Brief und Telefon (schneller und privater als der Brief, ohne menschliche
Zwischenstationen, kommen in der privaten Maschine, im Computer, in der Extension
des eigenen Kopfraumes an). Im Vergleich zum Telefon hingegen sind sie abstrakter,
die Stimme fehlt, sie kann einen also auch nicht verraten, keine Gleichzeitigkeit,
größerer Schutz. Die Mail läßt mehr Freiraum, anonymer,
unverbindlicher; gerade deswegen kommt man darin so schnell zu Doppelklängen
in der Sprache, zu einer unglaublichen Aufladung der Wörter allemal, oft
zum Sex. Es ist ja, als lange der andere mit seinem (Buchstaben)Finger mich
da aus meinem Raum heraus direkt an. Dass er fremd ist, dass er (scheinbar)
keine Spur hinterlässt - besonderer Reiz. Mit Silvia Bauer im Stadtcafé
gleich weiterdiskutiert. Sie kam in einer Art grauem Trainingsanzug, hellgrüngelbe,
diffus leuchtende, schlangig bedruckte supermoderne Stiefel lugten unter der
Hose hervor, Goldstaub auf den Lidern, der auf die Wangen gefallen war, da auch
hinsollte, Grenzen verwischte. Als ich schließlich nach Planegg kam, schliefen
alle bereits, das Haus ist ganz von Blauregen umwachsen, er faßt überall hin.
11. Juli 2000Regnete die ganze Nacht hindurch, ich wachte oft auf, denn Alexander schlief
bei mir im Zimmer, was für ein Krach. Er drehte sich dauernd im Bett, gerade
so als müsse jedes Kind nachts der Minutenzeiger einer geheimen Uhr sein.
Einmal wachte er sogar schreiend auf, heiß und verweint; morgens gegen
6 fing er an zu sprechen, irgendetwas mit ein Baby bekommen, wo regnet es bloß
diese kleinen Menschen her?, was treibt so einen Vierjährigen um? was weiß
er, was ich lange schon vergessen habe was wichtig ist? Beim Gang durch München
das übliche Berlinstaunen: wie niedrig die Häuser sind, wie nah alles
zusammenliegt, wie sehr die Straßen und Häuser die Bewegungen vorgeben,
die einem in den Sinn kommen oder für groß gehalten werden. Traf
mich mit Sophie Zeitz und Ulrike Ostermeyer von dtv, die dort die west-östliche
Diven-Anthologie herausgeben. Gefiel mir, weil der Titel so ironisch ist, saß
danach im Café an der Münchner Freiheit, las in Hilbigs Provisorium,
ein schöner Sturz am Anfang, im Duktus sehr reflexiv, erstaunlich, wie
er damit/dennoch die Spannung hält. Im Hinterkopf Mitgift, was ich damit
tun werde: Schichten einziehen, Böden, Farben, Stürme, Kommentare,
das Seil spannen und zugleich die Figuren und ihre Bewegungen darum schwingen
lassen. Aß Kirschkuchen, trank grünen Tee, es gab sogar etwas Sonne,
war aber kalt, am Nebentisch eine Frau, älter, russischer Akzent, die einen
Mann küßte, älter, danach lachte, und er sagte: dass du dann
immer lachen mußt! Überall klingelten Handys, viel bayrisch rundum,
viele überflüssige Läden und rausgestorbene Menschen
12. Juli 2000Achatswies/Lehrerseminar, alle ganz freundlich, aber welch schiebende Arbeit,
die Leute zum Hören zu bringen. Die Berge rundum, die Kühe, die sich
kauend über die Wiesen schieben.Fremdheiten, Reden, Zeigen auf Fernes,
Jugendherbergsstimmung, Kälte Mitte Juli: Kinders, geht die Wollsachen
suchen! Sprach mit Christiana über Mitgift, sie kennt 20 Seiten vom alten
Anfang, sie meinte, die Phantasie des Lesers werde nicht angeregt, der Text
sei unterkomplex. Mir ist unklar, wie ich weitermachen soll/kann, bedrückt
deswegen. Am Abend noch Lesung in München, Lyrikkabinett im Literaturhaus,
Matthias Politycki, Dagmar Leupold, Fritz Ani und Ostermeier natürlich,
wie immer in München. Kam gut, ich las neue Gedichte, im Frühjahr
sollen sie nun bei Luchterhand erscheinen; fühlte mich wohl. Auf der "Piazza"
hinter dem Literaturhaus hing von einem langem Baggerkran ein knallgrüner
großer Plastikreifen mit etwa 30 Sitzen, eine sich langsam drehende Schaukel
- da sitzt man im Kreis, wäre ideal, mal in so etwas zu lesen, zu sprechen,
um einen runden unsichtbaren Tisch.
13. Juli 2000Rückfahrt nach Berlin, schlief im Zug erst einmal drei Stunden, es war
sehr leer, die Landschaft sehr naß, zwischen Braunschweig und Spandau
standen wir eine halbe Stunde, ein Vogel hatte einen Kurzschluß verursacht,
das Wasser in der Toilette roch rostig nach Strom, war Strom, war Vogel, stand
und floß, lackierte die Hände, und was war die Zeit? Standen in einem
halben Juli, die Pflanzen, die Wolken, las Hilbig zuende: Taumeln Torkeln (und
Korkeln) zwischen dem einen und anderen Staat, Zustand und der einen oder anderen
Frau. Ankommen, Brot abgreifen am Zoo, Geschiebe, alle Züge der BVG irgendwie
in Umbau, Stapel Post und noch mehr mails, auspacken und dann die übliche
Leere nach Veranstaltungen, Absinken der Spannung und plötzlich das innere
Programm umstellen: es gibt eine nächste Woche und sie steht schon da,
Namen eintragen, Adressen sammeln, koordinieren, nachdenken, Hunger haben, mal
wieder was aus der Gefriertruhe auftauen, dazu Tori Amos hören, die Bauchmuskeln
spielen lassen, die Gedanken suchen, den eigenen Körper. ilbig: warum man
seine Herztentakel eigentlich so schwer nur von jemandem (manchmal auch etwas)
abziehen kann. Ist auf etwas oder jemanden Zielen immer nur in einem Umweg möglich?,
oder ist es, dass man von Liebe so blöde wird und nackt dasteht mit dem
Hundeblick und dem Zerfallen allen Widerstandes und der Körper läuft
über über, ist es das, was den anderen verjagt abstößt,
diese Anhänglichkeit Selbstaufgabebereitschaft Unbedingtheit, na, falsch
gefragt, ist es diese Simulation Stimulation dieses Theater im Selbst und meine
merkwürdige Erinnerung, wie ich als kleines Kind sehr kleines Kind im Wohnzimmer
in Berg am Laim über den Boden lief und noch jetzt in meinem Körper
die Bewegung DIESES Laufens spüre und damals dachte: das bin (jetzt) (also)
ich - und alles davor und danach im Dunkel versinkt.
14. Juli 2000Frühstücken im Sowohlalsauch 1 Croissant mit Johannisbeermarmelade
1 kurzer Regen 1 Einkaufen gehen im Kaufhof Druckerpatronen 148,90 DM 1 mal
die Kreditkarte zücken 1mal auf die Straßenbahn warten 1mal Pakete
abholen 1 auspacken 1mal Mails ansehen schreiben Post öffnen umschlagen
lesen 1 mal neueste Nachrichten von der Genetik"front" 1mal Denken
1mal die beiden Gedichte fürs Divenbuch abschicken 1 abfallendes Blatt
1 vertrocknender Baum was für 1 Juli 1 Dunkelheit um 21.00 1 allein in
Wohnung und so viele 1sen in diesem Text dass er also absolut fälschungssicher
- gefälschte Texte, hat man herausgefunden, vor allem gefälschte Steuermeldungen,
kann man dadurch erkennen, dass man die Zahlenverteilung prüft, weil unsinnigerweise,
nämlich auch für Mathematiker völlig unerklärlicherweise,
bei ungefälschten Zahlenreihen die 1 am häufigsten am Anfang vorkommt
und die 9 am seltensten, auf der sicheren Seite also, wer viele 1sen oder 2er
an den Anfang seiner Fälschungen stellt, ja, sehen Sie sich die Daten dieser
Tagebucheinträge nur an - 1mal Beate anrufen 1mal Alexander stumm am Telefon
1 wilde Rechtschreibung in den mails von kids 1 zuviel essen 1 müde Knochen
1 auspacken oder hatten wir das schon 1 Termine denken und vergessen 1 Foto
scannen 1 sehen und 1mal leben
15. Juli 2000Lyriknacht auf dem Potsdamer Platz, der alles schluckte, zuviel Beton, und auch
hier: die Letzten (Zuschauer und Dichter) bissen die Hunde. Saukalt noch dazu,
Matthias lief in Mantel und Schal herum, wollte den Klitschko-Kampf sehen, irgendwann
gegen 23.00, also sausten wir hin und her, da eine Bar, dort die Lesebox. Klitschko
gegen x ging mittelschnell, natürlich Klitschko-Sieg durch k.o. - so schnell
schau ich gar nicht, wie das passiert - ein blutig geschlagenes Gesicht Auge
tropfendes Blut auf der Matte, während Rühm las, fast rührend
mit seinen Synchrongedichten, Urformen des Rap, Harmlosigkeiten, der Geruch
davon. Die anderen perfekte Performer, darauf kommt es an in der World Poetry
League. Ben Okri aber schoß den Vogel ab, was für ein Predigen, Psalmodieren
und die Massen in Berlin bekehren, aufstehen sollten wir, stürmen, jubeln,
für ihn. Natürlich überzog er auch seine Zeit, stand da im Seidenschal,
sah hübsch aus und las aber auch kein einziges Gedicht. Einen Tag davor
gab es auch noch, lang geschlafen bis 12, dann an Mitgift weitergearbeitet,
umgestellt, neues Plot, Sätze transformieren.
16. Juli 2000dass es mir endlich klar geworden ist, Anitas Körper, dass ich gar nicht
mehr weiß, wie es eigentlich kam, aber jetzt ist es da: dass sie als Hermaphrodit
auf die Welt kam, also zumindest mit einer Geschlechtsuneindeutigkeit, dass
ich also heute am Computer saß und versuchte, einen Artikel dazu zu finden,
den ich vor Jahren las, dass ich stundenlang surfte auf der Suche nach Hermaphroditen,
Intersex, Androgynen, dass ich von einer Frau geträumt hatte, die zwei
verschiedene Augen hatte, eine strahlend gelbe und eine orange Iris, dass mir
aufgeht, wie die einzelnen Romanteile über das Thema Sexualität zusammenhängen,
dass die auf dem Bildschirm zu sehenden Hermaphroditen ein merkwürdiges
Gefühl hinterlassen in meinem Körper: dass ich sie anziehend finde,
manche sehr attraktiv, aufgeladen mit Eros oder zumindest Sexualität, dass
mir nach einer halben Stunde aber wirklich davon schwindelte, ich mich verwirrt
fühlte, weil etwas so "Selbstverständliches" wie die Geschlechterteilung
massiv in Frage gestellt wird, dass es diese flackernden schwierigen Kontakte
gibt, eine innere Verbindung zwischen Anita und ihrer Schwester in Mitgift,
die manchmal erlischt, dass ich experimentiere, taste, dass ich am Ende eine
sehr schöne Frau auf einer Pornoseite fand: in Maya-Haltung lag sie auf
einem mit einem grobem Tuch überworfenen Sofa, sie trug ein schwarzes,
ärmelloses T-Shirt, eine Hand stützte den Kopf, kurze Haare, die vorn
wuschelig nach oben standen, die Haut des feinen Gesichtes schimmerte in dem
von schräg vorn einfallenden Licht, daß sie lächelte, entspannt
wirkte, natürlich und absolut weiblich, dass sie keinen Slip trug, die
Beine geschlossen hatte, ihr Penis halberigiert auf ihrem unteren Oberschenkel
lag, die Spitze hell aus den dunklen Schamhaaren hervorsah, dass sie schön
war, souverän.
17. Juli 2000Arbeitstag Regentag schwüler Tag, mit Michael Donhauser im Café,
nicht richtig bei der Sache, Regentag Fahrradtag Arbeitstag an Mitgift: Umbau,
eine Baustelle, sagte ich zu Michael - und wie wird das Haus? Noch offen, es
biegt sich hierhin, dorthin. Anruf von Bertelsmannstiftung, sie planen ein Genetiksymposion
im Herbst, baten um ein Exposé, also dachte ich über Genetik und
Literatur nach. Das Gen als Metapher, oder auch die Metapher als Gen eines Textes?
Der alte Traum: was man aus Schrift macht, wird lebendig. Aber was kann/wird
das heißen? Und was bedeutet es für die Fiktionalität der Literatur:
wird es eines Tages ihr großes Privileg sein, nur "fiktiv" zu
sein, also etwas schreiben zu können, was eben nicht in Fleisch und Blut
lebendig werden muß? Hendrik getroffen im Malzcafé neben der Kulturbrauerei,
Hunde mit Maulkörben jetzt, und im Café versteckte Kameras, die
Bilder des Restaurants in die Toiletten übertragen, während man in
den Spiegel schaut und sich schminkt. Entdeckte es erst heute. Es ist merkwürdig,
weil es etwas illustriert, was man doch weiß: dass der Raum dort oben
weitergeht, während man hier unten ist. Da kann man dann den eigenen leeren
Platz anschauen (das ist die philosophische Seite) oder ob er eine anbaggert,
während man weg ist (die praktische Seite)
18. Juli 2000nichts nichts nichts arbeit einen kuchen backen regen nichts
19. Juli 2000Ras, Süße, zur Post, ras zum Biobäcker, ras in den Sport, ras
im Sport mit 155 Widerstand am Ende auf dem Rad, loveparadisierte nennt uns
eine Zeitung heute, fehlt nur ein 'e' in diesem Wort, loveparadiesierte
- aber es fehlt. Der kleine alte Mann von gegenüber am Eingang zu Kaiser's,
wie er so an einem Tischchen lehnte und herübernickte so freundlich beflissen
und ein bißchen schmutzig war und zum Erbarmen und eine Rabatte Tomaten
Gertrude Stein The First Reader ein paar Seiten probeübersetzt ob ich das
machen will, für Ritter. Neben der Sonne, ihren Flecken im Zimmer, den
knisternden Insekten in der Lampe (und morgen fliegen sie wieder hinein) die
Frage: was "gute" Literatur ist, was nicht, und vor allem warum?
20. Juli 2000Neunzehnuhr zwanzig pampig und ranzig das kommt von Stein und überall Reim
ich denke in Schlaufen komm ich ins Schnaufen schrieb schnell ne mail einmal
muß auch etwas anderes sein, geht nicht schlecht, im Gefecht, sonnenerpicht
rundum den Berg gelaufen, an der Hauswand etwas wie Efeu in Kraken, das paßt,
und Fahrstuhl fahren, mit zu langen Haaren, ein Zopf oder Gertrudenkropf, was
über Gene lesen und übers menschliche Wesen, Kaspar Hausers Unterhose
als Gedichtbandtitel erwogen aber zu angezogen, in der Sonne am Wasserturm Brainstorm
Assoziationsnorm, so geht es mit dem Hellen, man kommt nicht aus den Fellen,
morgens nicht raus und abends nicht rein, was könnte das mit der Stein
nur sein Panik Attacke Herz mit Schmacke Olivenbrot kauen Pfeffer verdauen Knoblauch
knacken, aufräumen und schauen, rutsch macht der Tag,
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